Kollektivvertrag österreich chemie

July 24th, 2020
by Dave

Ein neues Thema ist die Aufmerksamkeit auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in Tarifverträgen in den letzten Jahren. Der häufigste Fall ist die Anerkennung von Elternurlaubszeiten für Lohnerhöhungen (d. h. Erhöhungen innerhalb des Lohnsystems) unterschiedlicher Länge – zwischen zehn Monaten nur für das erste Kind (z. B. im Einzelhandel) bis zur vollen Länge bis zum zweiten Geburtstag jedes Kindes (z. B. im Bankensektor, im Baugewerbe oder in der chemischen Industrie) – und die Anerkennung von Elternurlaubszeiten gegenüber Ansprüchen, die von der Dauer der Dienstzeit abhängig sind (z. B. Urlaubsansprüche). , Service-Jubiläumsbonus) unterschiedlicher Länge (z.B. die volle Anerkennung aller Urlaubszeiten in der Metallindustrie).

Darüber hinaus sind in den Tarifverträgen für die Sozialfürsorge Bestimmungen zum Pflegeurlaub enthalten – so dass die Arbeitnehmer einen Kollektivanspruch dafür haben und nicht individuell ausgehandelt werden müssen – da es dafür keinen Rechtsanspruch gibt und mit dem Arbeitgeber verhandelt werden muss. Die gesetzliche Arbeitszeitregelung in Österreich ist im Arbeitszeitgesetz (AZG) und im Restruhegesetz (ARG) festgelegt, das den rechtlichen Rahmen für die Arbeitszeitregelung festlegt. Nach diesen Gesetzen sind Abweichungen von den gesetzlichen Standards auf Branchen- und Unternehmensebene möglich, dies erfordert jedoch zunächst einen Branchentarifvertrag und auf dieser Grundlage einen Betriebsvertrag zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung. Daher bleibt die Arbeitszeit ein Thema in den Tarifverhandlungen. Dies gilt insbesondere seit den letzten Änderungen des Arbeitszeitgesetzes (AZG), die die Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitregelungen erhöht, deren Umsetzung tarifvertraglich vorbehalten und zuletzt (2018) die Höchstarbeitszeit von 10 auf 12 Stunden pro Tag und von 50 auf 60 Stunden pro Woche verlängert haben. Der für die Beschäftigten des öffentlichen Bediensteten bereinigte Tariferstattungssatzes in Österreich wird auf über 95 % geschätzt. Dies ist – im internationalen Vergleich – vor allem darauf zurückzuführen, dass fast alle Vereinbarungen von Untereinheiten der WKO abgeschlossen werden, deren Mitgliedschaft obligatorisch ist. Die letzten Änderungen des Arbeitszeitgesetzes (AZG) haben die Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitregelungen erweitert und deren Umsetzung tarifvertraglich vorbehalten. Inzwischen gibt es in den meisten Branchentarifverträgen in Österreich Bestimmungen über flexible Arbeitszeitregelungen. Dies bezieht sich insbesondere auf Bandbreitenmodelle und Gleitzeit. Bandbreitenmodelle ermöglichen es Unternehmen, die normale Arbeitszeit innerhalb eines bestimmten Schwankungskreises zu überschreiten, z. B.

bis zu 44 Stunden pro Woche, um die normale Arbeitszeit innerhalb eines bestimmten Bezugszeitraums zu erreichen. Darüber hinaus können aufgrund von Ausnahmeregelungen in Tarifverträgen konkrete flexible Arbeitszeitregelungen (wie Bandbreitenmodelle und Gleitzeit) auf Betriebsebene von Betriebsrat und Geschäftsführung in einem Betriebsvertrag vereinbart werden. Aus historischen Gründen (bittere Klassenkämpfe in der Ersten Republik, Erfahrungen des Austrofaschismus und des Nazi-Regimes) ist das charakteristische Merkmal der Zweiten Republik ein starkes Bekenntnis zum Prinzip der harmonischen Zusammenarbeit.

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